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Coaching-Tool: Fragen – systematisch coachen

Das Coaching-Tool Fragen ist ein wertvolles Werkzeug, das dem Coach zur Beeinflussung seiner Klienten zur Verfügung steht.

So wie es verschiedene Werkzeuge (Hammer, Schraubenschlüssel) gibt, gibt es natürlich verschiedene Fragetypen. Welche Fragen im Coaching hilfreich sind, das entscheidet der Coach nach Situation und Erfahrung.

Mit Coaching bringt man immer auch eine persönliche Entwicklung in Gang.

Daher bedeutet Coaching auch auch, das sich der Klient mit den Fragen einen gewünschten Zustand nähern oder ein Problem im Anschluss selbst bewältigen kann. Je besser ein Coach mit dem „Coaching-Tool Fragen“ spielen kann, desto leichter kommt der Klient an die notwendigen Ressourcen.

Coaching Tool Fragen

Eine Möglichkeit, wie das Coaching-Tool Fragen im Dialog eingesetzt wird, wollen wir uns hier anschauen. Die Beeinflussung von Menschen durch Sprache ist enorm. Um einen Prozess im Coaching einzuleiten und zum gewünschten Ergebnis zu führen, nutzt der Coach verschiedene Fragen.

Beeinflusst wird in der Werbung, der Politik, im Liebesleben und natürlich im Coaching. Mit der Sprache bewusst und gekonnt umzugehen ist daher für den Coach im Coaching von zentraler Bedeutung. Der Einsatz und die Wahl der Geschichten und Fragen ist für die Qualität im Coaching sehr wichtig.

Eine gute Frage-Technik im Coaching dient

  1. der Erforschung der inneren Landkarte des Klienten: Fragen bringen den Klienten im Coaching dazu, seine Gedanken zu beleuchten, möglicherweise alte verkrustete Denkweisen zu entdecken, um sich selbst und sein handeln besser zu verstehen.

  2. dem Erkennen von Möglichkeiten: Manchmal kann der Klient ein Problem nicht selber lösen, weil seine Gedanken immer um dieselbe Sache kreisen. Er scheint auf der Stelle zu treten. Mit den vielfältigen Coaching-Fragen erkennt er andere, zumindest in Gedanken, Möglichkeiten oder Alternativen zum Handeln. Damit werden ihm neue Verbindungen bewusst, andere Sichtweisen, neue Gefühle und Gedanken - und neue Lösungen.

In der Abkürzung NLP steckt das Wort „linguistisch“. Ein Hinweis auf den Einfluss der Sprache auf unsere Gedanken und Verhalten. Mit Selbstgesprächen, Anweisungen und Kommentaren planen, initiieren und begleiten wir unser Handeln. Menschen denken in Sprache, Bildern und Gefühlen.

Diese innere Welt des Klienten muss der Coach im Coaching-Gespräch verstehen, um zielorientiert beeinflussen zu können. Diese inneren Welten, bestehen aus Bildern, Glaubenssätze und damit verbundene Gefühle.

Auch im Coaching kann es Missverständnisse geben

Klienten haben in ihrem Leben viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Diese Erfahrungen wurden mit bestimmten Bildern, Wörtern und Gefühlen im Gehirn gespeichert. Mit den Persönlichkeiten „Vater“ und „Mutter“ hat jeder Klient im Laufe seines Lebens eigene Vorstellungen und Gefühle entwickelt, die sich, je nach persönlicher Einschätzung und Hintergrund, von den Vorstellungen und Gefühlen anderer Klienten erheblich unterscheiden,

Der eine verbindet mit seinem Vater beispielsweise eine Person, die Kälte, Strenge oder Pflichtbewusstsein ausgestrahlt hat. Die Mutter stand dagegen für Attribute wie Wärme, Fürsorge und Sicherheit.

1) Mit den Coaching Fragen klingt sich der Coach in die Welt des Klienten ein

Die innere Realität, mit der ein jeder auf seine Weise durchs Leben geht, ist wie eine persönliche Landkarte. Die subjektive Bedeutung einer Situation kreiert die innere Welt und damit die Realität, in der sich eine Person sich emotional bewegt. Da für jeden Menschen die emotionalen Bedeutungen unterschiedlich sind, sind die Realitäten verschieden. Will ein Coach helfen und etwas bewirken, muss er mit den subjektiven Bedeutungen des Klienten arbeiten.

Die subjektive Wahrnehmung (persönliche Landkarte des Klienten) wird jedoch nicht exploriert, um zu schauen, ob etwas richtig oder falsch ist. Im Coaching gibt es kein richtig oder falsch, sondern die persönliche Landkarte dient einzig dem Zweck: ob sie nützlich ist, um ein angestrebtes Ziel zu erreichen. Mit einer Fahrradkarte in der Hand kann man nun einmal kein Flugzeug landen, und mit der Autobahnkarte kann man schlecht wandern.

Im Coaching setzt der Coach die Fragetechnik im weiteren Dialog dazu ein, die Wahl- und Handlungsmöglichkeiten des Klienten zu erweitern. Es geht dann darum, mehr Flexibilität zu bekommen.

2) Coaching-Tool: Fragen – Klient erkennt sein ganzes Potenzial

Während das Erforschen der inneren Realität bzw. Landkarte dazu dient, dass der Coach den Klienten besser einschätzen kann, geht der zweite Schritt oft schon in Richtung Lösung des Problems oder Zielerreichung. Der Klient erkennt in dieser Phase weitere Möglichkeiten, seine Ziele zu erreichen. Hier geht es auch darum, dem Kunden dabei zu unterstützen, wie er selbständig alle seine Ressourcen aktivieren kann.

Beispiel „Verkauf“: In der richtigen Stimmung, so sagen die meisten Verkäufer, verkauft man einfach besser. Was aber macht der Klient, wenn er einmal nicht so gut gelaunt ist?

Wenn im Business Coaching der Coach z. B. fragt, was das Beste im letzten, positiv verlaufenen Verkaufsgespräch war, geht der Klient in einen geistigen Bewusstseinszustands des erfolgreichen Verkäufers: Er sieht innerlich wieder die Bilder, hört das Lob des Kunden und fühlt die Stimmung noch einmal nach.

Lässt der Klient sich intensiv auf diese Eindrücke ein, ist er emotional im Erlebnisraum „Erfolg“ mit all den Gefühlen, Gedanken und körperlichen Effekten (z. B. tiefes Durchatmen), die er beim letzten Verkaufsabschluss erlebt hat. Diesen positiven Effekt nutzt der Coach dann für das weitere Coaching-Gespräch.

3) Mit Coaching-Fragen vom Problem weg hin zur Lösung

Will der Gesprächspartner ein Problem lösen, so muss der Coach ihn häufig in einen anderen Bewusstseinszustand führen. Es gilt, den Klienten mit den richtigen Fragen aus dem Zustand des „Problemdenkens“ herauszuholen und ihn in einen Zustand des „Chancendenkens“ zu bringen.

Beispiel: Fragt sich der Klient „Wieso klappt das eigentlich nicht?“, dreht er sich immer tiefer in sein Problem hinein. Er findet alle möglichen Antworten, warum etwas nicht funktioniert. Er erinnert sich an andere Dinge, die früher auch schon schief gelaufen sind, und entwickelt die Angst, dass auch in Zukunft nichts klappen wird.

Möglicherweise gerät er noch in einen emotionalen aufgeregten Zustand, in dem er sich fragt: „Weshalb passiert mir immer sowas, und warum hilft mir keiner?“ Auf diese Weise kommt der Klient nicht weiter. Der Coach kann ihm helfen, Ressourcen zu aktivieren, indem er ihn fragt: „Was können Sie tun?“, „Wann hat die Sache schon mal funktioniert?“, „Wie würde denn ein Bekannter oder Kollege das Problem anpacken?“ Mit solchen Coaching Fragen kann man den Klienten dazu bringen, sich über Alternativen Gedanken zu machen.

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